Was sind Comics? Wie funktionieren sie?

Was ist ein Comic? Dies jedenfalls nicht:
Warum nicht?

Ein Comic besteht aus mehreren Bildern, die hintereinander gelesen, eine Geschichte ergeben, zum Beispiel so:
Die Einzelbilder brauchen zeitlich nicht unmittelbar aufeinander zu folgen, um verstanden zu werden.
Auch der Ort kann sich dabei ändern, wir verbinden die Einzelbilder im Kopf zu einem sinnvollen Zusammenhang. 
Diese Beschreibung folgt sehr frei und vereinfacht nach der Comic-Definition von Scott McCloud

Da Bilder immer eine Verfremdung oder Abstraktion darstellen, haben sich im Laufe der Entwicklung des Mediums Übereinkünfte zwischen Autor(inn)en und Publikum entwickelt, die schwer darstellbare Bewegungen oder Gefühle und Stimmungen ausdrücken. 
Im Manga-Raum beispielsweise steht ein Kreuz auf der Stirn für  "Zorn", wahrscheinlich entspringt dieses Zeichen den angeschwollenen Stirnadern. 
Im europäischen und amerikanischen Bereich stehen für die gleiche Stimmung eher Rauchwolken:
Eine wichtige Eigenschaft von Comics ist das Zusammenspiel der Bilder mit dem Text. Dabei fügt der Text eine weitere Erzählkomponente ein und öffnet so weitere erzählerische (oder ästhetische) Perspektiven.
 Im folgenden Beispiel wiederholt der Text nur die bildnerische Botschaft:
Hier ist der Text eine Ergänzung der Handlung:
Texte können sogar eine völlig neue erzählerische Dimension eröffnen: 
(erarbeitet anlässlich eines Vortrages im Oktober 2012 für die Fachtagung "Krieg um die Köpfe: Comics von und gegen Rechts" im Archiv der Jugendkulturen Berlin)

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